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Kategorie: KRITIS-Überwachungsraum

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Entscheidung für neue KVM-Generation im Network Operations Center des WDR

Wenn im Network Operations Center (NOC) des Westdeutschen Rundfunks in Langenberg eine Entscheidung für neue Leitstandtechnik fällt, geschieht das mit höchster fachlicher Expertise. Als letzte Instanz vor dem Zuschauer verantwortet das NOC die störungsfreie Verbreitung aller linearen Programme. Die Ablösung einer überalterten IP-basierten Anlage erfolgte daher nicht experimentell, sondern nach präziser Marktanalyse – mit einem klaren Ergebnis: Das Bedienkonzept und die Systemarchitektur von Jungmann Systemtechnik setzten sich durch.

Hier entscheidet sich täglich, ob Fernseh- und Hörfunkprogramme in Nordrhein-Westfalen, Westeuropa und weltweit störungsfrei ankommen. 24/7 verantwortet das Team der Betriebszentrale Velbert-Langenberg die technische Qualität sämtlicher TV- und Hörfunksignale. Das NOC ist damit das letzte Glied im Produktionsprozess des WDR – die Schnittstelle zwischen Studio und Teilnehmer.

Hohe Verantwortung im 24/7-Betrieb

Sämtliche linearen Verbreitungswege der WDR-Programme behalten die Mitarbeitenden der Zentrale im Blick: terrestrische Ausstrahlung in Nordrhein-Westfalen, Satellitenverbreitung in Westeuropa sowie weltweite Livestreams. „Wir schauen, dass das, was in den Studios produziert wird, in der richtigen Qualität beim Teilnehmer ankommt“, erklärt Administrator Oliver Konschak. Qualität ist das Stichwort. Während in anderen Leitständen vielfach noch analoge Technik genutzt wird, hat man in der WDR-Betriebszentrale bereits seit einem Jahrzehnt Erfahrung mit IP-basierter KVM-Technik gesammelt (KVM = Keyboard, Video, Mouse).

Erfahrung schafft schon beim Kick-off Klarheit

So ist der nächste Schritt wohl naheliegend: Als die alte Anlagentechnik zunehmend störanfällig wurde und Software-Updates zur Fehlerbehebung nicht mehr ausreichten, begann man nicht bei null. Die Anforderungen waren längst formuliert – aus dem täglichen Betrieb heraus. „Wir wussten sehr genau, was wir wollten. Und auch, was wir nicht wollten“, erinnert sich Oliver Konschak. Ziel waren weder Spielerei noch technisches Experiment. Stattdessen gab es einen klaren Fokus: Wie lässt sich die bestehende Arbeitsweise konsequent verbessern? Stabiler, klarer strukturiert, intuitiver bedienbar? Im Rahmen eines offenen EU-weiten Vergabeverfahrens wurden mehrere Anbieter wurden geprüft, Konzepte verglichen, Details hinterfragt.

Bedienung als entscheidendes Kriterium

Konschak: „Für uns sind besonders die Unterschiede bei der Bedienphilosophie ins Gewicht gefallen. Da merkt man schnell, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Tatsächlich war das Bedienkonzept von Jungmann unschlagbar. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben.“ Für den Projektleiter steht ganz klar das JST CommandPad® mit der myGUI®-Bedienoberfläche weit oben auf der Liste der Benefits.

Der Leitstand wird zum User Interface

Eine interaktive 3D-Ansicht des gesamten Kontrollraums. Alle Quellen und Displays werden visualisiert – ob am Arbeitsplatz oder an der Videowall. Anwendungen lassen sich auf dem CommandPad per Fingertipp dorthin verschieben, wo sie benötigt werden; ohne verschachtelte Menüs, ohne Umwege. Konschak: „Diese Bedienung ist unschlagbar. Das hat kein anderer Anbieter.“

Dieser ganzheitliche Zugriff auf den gesamten Raum wurde auch vom Team des NOC schnell adaptiert. Reduzierte Bedienwege und ein klar strukturierter Überblick sind im 24/7-Betrieb entscheidend – insbesondere dann, wenn mehrere Überwachungssysteme parallel beobachtet und bewertet werden müssen.

Modifikationen für komfortables Login

Neben KVM-Steuerung und der neuen Großbildtechnik, für die das vorhandene Videowall-Cover von den JST Möbel-Spezialisten passgenau modifiziert wurde, spielt die netzwerkbasierte Architektur eine zentrale Rolle. So ließ sich dank Implementierung des JST MultiStreaming® nicht nur die interne Signalverteilung neu strukturieren, es wurde gleichzeitig die Grundlage für standortübergreifendes Arbeiten geschaffen.

Die Anmelde-Software JST myLogin® bündelt mehrere Anforderungen in einer Lösung. Jeder Mitarbeitende meldet sich mit seinem persönlichen Profil an; individuelle Einstellungen und Arbeitsplatzkonfigurationen werden automatisch aus der myGUI®-Datenbank geladen. „Wir können sogar unsere Hausausweise dafür nutzen. Das ist schon sehr charmant“, urteilt Administrator Konschak.

Flexibilität auch bei Remote-Optionen

Da im NOC das vorhandene Mobiliar erhalten blieb, wurde die Anmeldefunktion nicht – wie üblich – in das bekannte JST Stratos-Pult integriert, sondern als externe Panel-Lösung umgesetzt. Auch hier zeigte sich die Flexibilität des Systems. Gleichzeitig schafft die Kombination aus MultiStreaming® und myLogin® die technische Basis für einen angebundenen Backup-Leitstand in Köln. Nur freigeschaltete Mitarbeitende mit hinterlegtem Profil können dort auf die Systeme zugreifen. Darüber hinaus ist bei Bedarf ein gesicherter Remote-Zugriff aus dem Homeoffice möglich.

„Das lief vom ersten Tag an rund“

Oliver Konschak und das NOC-Team jedenfalls kommen nach den ersten Monaten in der neuen Betriebszentrale zu einem klaren Fazit: Hinsichtlich Bedienlogik, Systemarchitektur und Integrationsfähigkeit konnte mit den JST Lösungen beim WDR eine neue Stufe IP-basierter KVM Infrastruktur erklommen werden. Und: „Das Ganze war so schnell aufgebaut, erklärt, unsere Mitarbeiter geschult – das lief vom ersten Tag an rund.“

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