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Kategorie: Verkehrsleitzentrale
KRITIS-Überwachungsraum

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Vom Sportboot bis zum großen „Pott“: Verkehrszentrale hat Nord-Ostsee-Kanal im Griff

Wenn auf dem Nord-Ostsee-Kanal ein Schiff Kurs auf die nächste Weiche nimmt, ist das kein Zufall – sondern das Ergebnis präziser Steuerung. In der neuen Verkehrszentrale des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel laufen alle Fäden zusammen. Der Verkehr auf der meistbefahrenen künstlichen Seeschifffahrtsstraße der Welt wird von den Nautikern der Bundesbehörde nicht nur beobachtet. Er wird aktiv gelenkt. Mit Unterstützung von JST – Jungmann Systemtechnik® entstand eine hochmoderne Arbeitsumgebung, in der Technik, Ergonomie und Sicherheit nahtlos ineinandergreifen.

Aktive Verkehrslenkung statt reiner Überwachung

Rund 27.000 Schiffe pro Jahr passieren den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Hinzu kommen tausende Sportboote. Damit dieser Verkehr reibungslos und sicher funktioniert, braucht es mehr als nur Monitoring: „Wir beobachten die Schiffe nicht nur – wir schieben sie aktiv durch den Kanal“, erklärt Marc Langanki, Leiter der Fachgruppe Nachrichtentechnik beim WSA.
In der Verkehrszentrale arbeiten Nautiker im 24/7-Schichtbetrieb. Sie koordinieren mithilfe eines weltweit einzigartigen, vollautomatischen Lenkungssystems den Schiffsverkehr, greifen bei Bedarf ein und treffen sicherheitskritische Entscheidungen – etwa bei Wetterumschwüngen, technischen Störungen oder Havarien. Fiele diese Zentrale aus, würde alles stillstehen. „Dann fährt kein einziges Schiff mehr durch den Kanal“, so Projektleiter Langanki.

Komplexe Systeme, ein gemeinsames Lagebild

Die Herausforderung: Eine Vielzahl unterschiedlichster Systeme muss gleichzeitig verfügbar sein. Das gilt für Radar, Funk und AIS-Daten ((Automatic Identification System) ebenso wie für Schleusensteuerungen und Kamerabilder bis hin zu und Office-Anwendungen. Mit der JST MultiStreaming®-Lösung werden diese Informationen heute in einem zentralen, flexiblen Lagebild gebündelt. Unterschiedliche Netzsegmente lassen sich sicher zusammenführen, ohne dass Datenströme vermischt werden. Ein entscheidender Faktor für die KRITIS-Umgebung der NOK-Verkehrszentrale.

Vom Technik-Labyrinth zur klar strukturierten Arbeitsumgebung

„Wir können jetzt verschiedenste Systeme aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen. Ohne Probleme und bei höchster Datensicherheit“, sagt Marc Langanki, der beim Blick in die Vergangenheit von technischen Infrastrukturen berichtet, die über verschiedene Standorte verteilt waren – mit langen Wegen und fragmentierten Zuständigkeiten. Mit der KVM-Lösung JST MultiStreaming® sind die Systeme heute neu strukturiert, logisch gebündelt und über die Bedienplattform myGUI® komfortabel steuerbar. Gleichzeitig konnten kritische und nicht-kritische Bereiche sauber voneinander getrennt werden.

Intuitive Bedienung bringt Akzeptanz ab der ersten Minute

„Betrieblich ist das alles sehr viel einfacher geworden“, beschreibt der Schifffahrts-Experte die Veränderung. Diese Benutzerfreundlichkeit ist es, die auch beim Team der Verkehrszentrale sofort punkten konnte. Über die myGUI®-Oberfläche und integrierte JST CommandPads® schaltet der Operator jede Anwendung flexibel auf seinem Bildschirm auf – individuell angepasst an die jeweilige Aufgabe. „Nach zehn Minuten war es so, als hätte nie jemand etwas anderes gemacht“, erinnert sich der Projektleiter an die Einführungsphase.
Zur hohen Mitarbeiterakzeptanz trägt zudem die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung bei: Höhenverstellbare Stratos-Pulte, großflächige Visualisierung über Videowalls und Akustik- Deckensegel schaffen die Voraussetzung für konzentriertes Arbeiten. Der Unterschied zum alten Leitstand ist für die Nautik-Crew deutlich spürbar. „Das ist ein Sprung aus der Steinzeit in die Neuzeit“, bewertet Marc Langanki die Veränderungen.

KRITIS: IT-Sicherheit konsequent umgesetzt

Die Benefits der JST-Leitstelle sind überzeugend: Statt starrer Monitorlandschaften stehen individuelle Arbeitsplatzkonfiguration zur Verfügung. Eine redundante Systemarchitektur minimiert das Ausfallrisiko. Zusätzliche Ressourcen sind ohne physische Umwege verfügbar. Alle relevanten Daten werden auf neuen Großbildwänden zentral visualisiert.
Doch es gibt einen weiteren Aspekt, bei dem die JST-Technologie ihre Stärke ausspielen kann: Da das Jungmann-System keine Daten verarbeitet, sondern ausschließlich Signale überträgt, ließ sich die KVM-Lösung nahtlos in die bestehenden Sicherheitskonzepte integrieren. Zusätzlich sorgen Features wie Rollen- und Rechtemanagement sowie Zwei-Faktor-Authentifizierung für maximale Kontrolle.

Enge Zusammenarbeit und praxisorientierte Lösungen

Praxisnahe Lösungen, kurze Abstimmungswege, hohe Erreichbarkeit – das sind die Pluspunkte, die Projektleiter Langanki rückblickend beim Stichwort „Projektverlauf“ nennt. Sein Fazit: „Unkompliziert, direkt und verbindlich – genau mein Ding!“

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