Unilever nutzt zentrale Leitwarte für den Switch zur Automatisierung
Duschgel, Deo oder Bodylotion: Jeder von uns hat klare Favoriten. Wir setzen voraus, dass Duft, Konsistenz und Zusammensetzung unveränderliche Konstanten sind. Beim Griff ins Regal erwarten Verbraucher Qualität – ohne Überraschungen! Damit aus Rohstoffen verlässlich immer wieder dasselbe Produkt entsteht, braucht es in der Herstellung exakt getaktete Abläufe auf Basis fester Parameter und digitaler Prozesse. Mit hochmoderner Leitstellentechnik von JST überwacht Unilever Deutschland in Buxtehude die Standards weltweiter Exporte.
Basis für die Automatisierungsoffensive im Unilever-Werk ist eine zentrale Leitwarte. „Sie ist das Gehirn für unsere gesamte Herstellung“, erklärt Sascha Meibohm, Team Leader Site Engineering bei Unilever. Die Zeit aufwendiger telefonischer Abstimmungen und langer Wege gehört am Standort Buxtehude der Vergangenheit an. Durch konsequente Transformationsschritte laufen heute sämtliche Prozessdaten zentral zusammen.
Batch-Prozess wird End-to-End überwacht
Ventilstellungen, Pumpenleistungen, Druck- und Temperaturwerte: Alles wird in der neuen Leitwarte gebündelt, visualisiert und priorisiert. Rezepturen laufen präzise ab. Produktwechsel folgen einer hinterlegten Matrix. Tanks werden automatisiert angewählt. Die Leitwarte überwacht die vollständige Prozesskette und greift bei Abweichungen direkt ein. Sascha Meibohm: „Im Grunde geht es darum, den Batch-Prozess aus der Leitwarte heraus End-to-End zu realisieren.“
Team erhält systemübergreifende Verantwortung
Wie deutlich sich die Rolle der Mitarbeitenden mit dem neuen Leitstand verändert, wird beim Blick auf deren Aufgaben klar: Der Leitwartenfahrer steuert heute Aufträge, koordiniert Materialflüsse, überwacht Prozessparameter und definiert Maßnahmen bei Störungen. Nur wenige Aufgaben verbleiben direkt in der Halle. Meibohm: „Der Leitwartenfahrer ist quasi so lange zuständig, bis die Masse den Füller verlassen hat.“ Aus dezentraler Anlagenüberwachung wird systemübergreifende Prozessverantwortung. Übersicht ersetzt Laufwege. Analyse ersetzt reine Reaktion.
Mehr als 50 Quellen an einem Arbeitsplatz
Technische Basis für die Neuausrichtung bei Unilever ist die Kontrollraumsteuerung mit dem netzwerkbasierten JST MultiStreaming®. Die Leitwarte muss mehr als 50 Quellen im Blick behalten. Statt zwischen einzelnen Bildschirmen zu wechseln, ermöglicht die Streaming-Lösung mit einer speziellen SplitView-Funktion, diese flexibel auf einem Monitor zusammenzuführen und direkt zu bedienen. „So bekommen wir auf dem Curved-Monitor eines einzigen Arbeitsplatzes alles unter, was der Leitwartenfahrer gerade benötigt. Das ist ein enormer Mehrwert“, nennt Projektleiter Meibohm einen der vielen Benefits des MultiStreaming.
Zusammenhänge sind jetzt sichtbar
Drei ergonomische Stratos X11®-Operatorpulte, eine zentrale DisplayWall und intelligente Alarmfunktionen sorgen dafür, dass Störungen nicht übersehen werden. Meldungen werden priorisiert, Zusammenhänge sichtbar gemacht. Mit PixelDetection® ergänzt Unilever die visuelle Prozessüberwachung um eine zusätzliche Sicherheitsebene. Die Software analysiert definierte Bildinhalte auf den Monitoren permanent auf Pixelveränderungen und erkennt Statuswechsel oder Fehlermeldungen in Echtzeit. Das digitale Frühwarnsystem priorisiert und meldet kritische Zustände automatisch – unabhängig davon, ob der Operator den entsprechenden Bildschirm gerade aktiv betrachtet.
Komfortables Handling bei hoher Sicherheit
Teil dieses Sicherheitskonzepts ist zudem das myLogin®-System, das einen sekundenschnellen Anmeldeprozess mit dem Hausausweis gewährleistet. Ein Kartenimpuls genügt – und der Arbeitsplatz passt sich dem Leitwartenfahrer an. myLogin® sorgt für Sicherheit im Hintergrund und für einen reibungslosen Schichtwechsel – ohne manuelle An- und Abmeldeprozesse oder offene Benutzerzugänge.
Leitwarte als zentrale Steuerungsinstanz
Zusammengenommen schafft die konsequente Verzahnung der JST-Komponenten eine Leitwarte, die als zentrale Steuerungsinstanz der Automatisierung dient. Moderne Kontrollraumtechnik wird als hochverfügbares System für die gesamte Herstellung genutzt. Fazit von Teamleiter Sascha Meibohm: „Der technische Switch, den wir mit der Leitwarte realisiert haben, hat den organisatorischen Umbau zu automatisierten Prozessen erst ermöglicht.“
Unsere Referenzen heute (Auswahl)
A
B
D
E
F
H
I
N
P
R
S
- s.Oliver, Rottendorf
- SachsenEnergie, Dresden
- SAG, Berlin
- SAG, Nürnberg / Nürnberg Messe
- Salzgitter Flachstahl
- Senvion SE, Osterrönfeld
- SGL Carbon Group, Bonn
- SIEMENS
- SIEMENS, Wegberg
- Spenner, Erwitte
- Stadt Frankfurt am Main
- Stadtentwässerung Kaiserslautern
- Städtische Werke Magdeburg
- Stadtwerke Gießen
- Stadtwerke Ratingen
- Stadtwerke Schwerin, Kraftwerk Süd
- Stadtwerke Steinburg GmbH, Itzehoe
- Stadtwerke Wolfenbüttel
- Starlim Sterner, Marchtrenk
- STORAG ETZEL, Friedeburg
- Straßenverkehrsamt, Frankfurt am Main
T
V
- VA Erzberg, Eisenerz (Österreich)
- Valorec, Basel
- Verkehrsgesellschaft Görlitz
- Volkswagen FIS Leitstand, Wolfsburg
- Volkswagen Kraftwerk GmbH, Wolfsburg
- Volkswagen Nutzfahrzeuge, Hannover
- Volkswagen, Emden
- VW Sachsen, FTS-Leitstand Karosseriebau
- VW Sachsen, FTS-Leitstand Montage
- VW Sachsen, Materialleitstand
W
Unsere Referenzen (Archive)
D
V