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Kategorie: Produktionsleitstand

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Synchrotron-Strahlung: Die „Erfolgsstory“ geht weiter!

Was haben Messungen auf dem Mars mit der deutschen Hauptstadt zu tun? Wie kann eine Handlung in Berlin Abläufe auf dem roten Planeten beeinflussen – in hunderten Millionen von Kilometern Entfernung? Die Antwort findet sich in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Berlin (PTB). Mit dem Synchrotron-Speicherring Metrology Light Source (MLS) werden beispielsweise Sensoren der berühmten, ferngesteuerten Mars-Rover kalibriert. Das nötige technische Equipment, um diese hochpräzisen Anwendungen überwachen und steuern zu können, lieferte JST – Jungmann Systemtechnik®. Ein neuer Kontrollraum bietet dem wissenschaftlichen Personal nicht nur ergonomisch beste Voraussetzungen für die umfangreichen Aufgaben, sondern auch ein innovatives Steuerungssystem.

Der klingende Name „BESSY II“ hat im vergangenen Jahrzehnt weltweit Bekanntheit erlangt. Forscher aus dem In- und Ausland, das Who´s Who aus Wirtschaft und Politik, selbst die ehemalige Kanzlerin – sie alle konnten sich im JST Leitstand des Berliner Helmholtz-Zentrums von den Einsatzmöglichkeiten des Elektronenspeicherrings überzeugen. Auch die MLS-Anlage der benachbarten Bundesanstalt wird von der BESSY-Leitwarte aus gesteuert. Ein ergänzender Leitstand auf dem Gelände der PTB kommt zusätzlich beispielsweise bei langwierigen Versuchsreihen zum Einsatz. Forscher und Fachgruppen profitieren von den Synergie-Effekten beider Häuser.

„Da war einfach Aufräumen angesagt“

Als verantwortlicher Operations Manager für den Kontrollrollraumbetrieb kennt Ingo Müller die Hintergründe genau: „Die PTB ist ein enger Kooperationspartner, der einen hohen Stellenwert in unserem Haus besitzt.“ Da jedoch der sogenannte MLS-Leitstand eher Laborcharakter hatte, historisch gewachsen und entsprechend unübersichtlich war, entstand der Wunsch nach einem Upgrade. „Da war einfach Aufräumen angesagt“, so Ingo Müller, der bereits das Projekt „BESSY-Kontrollraum“ gemeinsam mit Jungmann Systemtechnik realisierte. Seine Bilanz: „Das ist nicht nur gut gelaufen, das ist eine Riesen-Erfolgsstory – bis heute!“.

JST Helmholtz Zentrum Berlin PTB Leitwarte vor dem Umbau JST Helmholtz Zentrum Berlin PTB Leitwarte nach dem Umbau

PTB Leitstand vor und nach dem Umbau

Zwei Kontrollräume sind miteinander verbunden

Vor diesem Hintergrund lag die erneute Zusammenarbeit mit JST nahe. „Wir wollten kein zweites System etablieren. Das bestehende System musste quasi erweitert werden. Die beiden Kontrollräume sollten miteinander kommunizieren können; schließlich sind sie verbunden. Außerdem war es mir wegen der guten Erfahrung wichtig, wieder mit JST zu arbeiten“, erklärt Ingo Müller.

Geo-Redundanz und ein „kleines Raumwunder“

Ob Weltall-Sonden, Detektoren für Industriekunden oder metrologische Forschungen – mit dem neuen Kontrollraum für die MLS-Anlage wurde eine eigene, hochwertige Einrichtung mit Geo-Redundanz für die Wissenschaftler des Berliner Instituts geschaffen. Gleichzeitig ließ sich hier „ein kleines Raumwunder“ realisieren: Auf nur 18 Quadratmetern überwachen Physiker viele tausend Parameter des Speicherrings.

Eine ganze Kontrollraumwelt auf 18 Quadratmetern

Den Wissenschaftlern stehen dafür neben der flexiblen KVM-Technologie MultiConsoling® und der intuitiven Bedienung über die myGUI®-Oberfläche auch eine moderne Großbildwand und ergonomische Kontrollraumpulte zur Verfügung. Das innovative Akustik-Deckensegel OPAL X11® zählt ebenso zur neuen Ausrüstung wie integrierte QI-Ladezonen in den Pultoberflächen oder ein Raumluftsensor, der bei Überschreitung der Grenzwerte direkt über das User Interface eine Warn-Mitteilung ausgibt.

„Mit vereinten Kräften und Know-how möglich gemacht“

Für Ingo Müller steht fest: „Die Installation ist rundum gelungen und wird sehr gut angenommen. Alles lässt sich gut bedienen, die Ergonomie stimmt und der Raum hat eine gute Atmosphäre.“ Rückblickend bewertet er die einzelnen Entwicklungsphasen des MLS-Kontrollraums: „Die besondere Leistung lag im Kern in der Vorbereitung und Planung, einen schwierigen Raum effizient und optimal zu nutzen. Wir haben in gemeinsamen Terminen vor Ort das Ganze mit vereinten Kräften und Know-how möglich gemacht.“

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