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Kategorie: Schaltwarte

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Leitwarte als Baustein für nachhaltige Energieversorgung

Sie sorgen bei den Bundesbürgern für schlaflose Nächte: Schlagworte wie „Energiewende im Gebäudesektor“, „Heizungsgesetz“ und „kommunale Wärmeplanung“. Der Umstieg auf klimafreundliches Heizen hängt wie ein Damoklesschwert über den Haushalten. Nicht so in Schwerin. Die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns verfügt über ein gut ausgebautes Fernwärmenetz. Bei der Erfüllung der Vorgaben von Minister Robert Habeck nehmen die Stadtwerke Schwerin einem Teil der Bevölkerung quasi „die Last von den Schultern“. Mit großen Schritten bereitet man sich in Schwerin darauf vor, nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Innovative Leitstand-Technik von JST bietet nicht nur aktuell, sondern auch in der Zukunft perfekte Voraussetzungen für diesen Dekarbonisierungs-Pfad.

Wie sehr der fortwährende Ausbau des Fernwärmenetzes eines Tages für Entlastung bei einem brandaktuellen Thema sorgen würde, konnte beim Bau in den 70er und 80er Jahren noch niemand ahnen. Heute ist klar: Während die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) landauf, landab für Unruhe sorgt, können sich rund 65 Prozent der Einwohner Schwerins entspannt zurücklehnen. Zwar gilt auch für sie die Forderung des Bundeswirtschaftsministers: Der Umstieg auf erneuerbare Energien beim Einbau neuer Heizungen ist verpflichtend (Stichtag 01.01.2024). Aber: Als Fernwärmekunden besitzen viele Schweriner keinen eigenen Heizungskeller. Für sie übernehmen die Stadtwerke das Einhalten der Vorgaben aus Berlin.

Schwerin schafft sukzessive Fundament für „Heizungsgesetz“

Ein guter Grund für den örtlichen Energielieferanten, nicht nur das Fernwärmenetz der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands konsequent auszubauen, sondern auch für die notwendigen Bedingungen zu sorgen, um die Anforderungen der Regierung noch zu übertreffen. Die hierfür erforderlichen Maßnahmen werden vor Ort sukzessive angepackt. Eine Etappe auf dem Weg zu einer nachhaltigen und somit klimafreundlichen Wärmeversorgung: die neue Leitwarte, die JST – Jungmann Systemtechnik® in Kooperation mit den Stadtwerken Schwerin realisiert hat.

Energieversorgung: von Geothermie bis Wasserstoff

Am Standort des Heizkraftwerks Süd wurden in der jüngsten Vergangenheit grundlegende Modernisierungen vorgenommen: Effizientere und zugleich umweltfreundlichere Gasturbinen, die auch Anteile grünen Wasserstoffs für die Verbrennung nutzen können, sind nur ein Element der Energieversorgung. „Zurzeit ist noch Erdgas unsere Hauptenergiequelle. Aber unsere erste Geothermie-Anlage geht jetzt in Betrieb und diesen Weg wollen wir weiterverfolgen“, erläutert Immissionsschutzbeauftragter Thomas Vinzelberg das Schweriner Konzept, zu dem unter anderem auch eine ergänzende Biogas-Anlage zählt.

Leitwarte bündelt Systeme mit flexibler KVM-Technologie

Viele einzelne Bausteine also, um die gesetzliche geforderte Richtlinie von mindestens 65 Prozent klimafreundlicher Energieversorgung für die Erzeugung von Wärme in der Zukunft sogar zu übertreffen. Genau an diesem Punkt wird deutlich, welchen Wert die Investition in die neue Leitwarte besitzt, insbesondere in die flexible KVM-Technologie MultiConsoling®. Die intuitive Leitstandsteuerung lässt sich mühelos skalieren. Neue, regenerative Energieanlagen können unkompliziert eingebunden werden. Thomas Vinzelberg: „Die Lösung von JST ist für uns eine optimale Möglichkeit, diese unterschiedlichen Leittechniksysteme in einer Warte zusammenzubringen.“

Kesselwärter-Team hat sich schnell zurechtgefunden

Das rund 30-köpfige Team der Schweriner Leitwarte hat sich nicht nur mit der komfortablen Realtime-Bedienung seiner Anlagen schnell zurechtgefunden. Auch ergonomisches Mobiliar und die übersichtliche Großbild-Visualisierung werden von den Kesselwärtern sehr geschätzt.

Stadtwerke Schwerin - Control Room before renovation Stadtwerke Schwerin - Control Room after renovation

Leitwarte vor und nach dem Umbau.

Logbücher „sind besonders interessant“

Einen besonderen Benefit sieht Bereichsleiter Klaus Rüger, verantwortlich für den Betrieb der Kraft- und Heizwerke bei den Stadtwerken Schwerin, außerdem in der Lösung JST myLogin®. Die Software ermöglicht einen blitzschnellen An- und Abmeldeprozess direkt am Arbeitsplatz des Operators. Über eine Keycard werden limitierte Berechtigungen vergeben aber auch beispielsweise individuelle Bildschirmanordnungen gespeichert. „Besonders interessant sind die nachverfolgbaren Logbücher“, so Klaus Rüger, „jetzt können wir jede einzelne Eingabe nachvollziehen.“

Zufrieden? Startschuss für Leitwarte Nr. 2

Die Energieversorgungs-Experten sind überzeugt, mit der neuen Leitwarte einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft eingeschlagen zu haben und loben rückblickend die „hohe Zuverlässigkeit“ des JST-Teams. Diese Zufriedenheit wird von einem weiteren Fakt belegt: Direkt im Anschluss an den Ausbau am Standort Süd fiel der Startschuss für ein Projekt am Kraftwerkstandort Schwerin Lankow, der in Kooperation mit Jungmann Systemtechnik ebenfalls eine neue Leitwarte mit Zukunftspotenzial erhält.

JST Leitwarte Stadtwerke Energieversorgung Schwerin: effiziente Energieerzeugung für Heizwärme am Kraftwerk Schwerin Süd
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